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Bündchenstoff

als perfekter Allrounder

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Bündchenstoff gilt als Klassiker unter den Stoffen und zeichnet sich durch seine besondere Vielseitigkeit aus. Diese Stoffart in Rippenoptik besitzt eine sehr hohe Dehnbarkeit und eignet sich perfekt für das Nähen von Arm- und Beinabschlüssen.

Was ist Bündchenstoff?

Dieser Stoff findet oft wenig Beachtung – völlig zu Unrecht! Er sorgt dafür, dass Ärmel und Saumkanten von Pullovern oder weiteren Kleidungsstücken einen bequemen Abschluss bekommen und sich gut tragen. Oft wird diese Stoffart auch als Strickschlauch bezeichnet, Strickbündchen ist ein weiterer Name dafür. Seine Elastizität erhält der als Schlauchware erhältliche Stoff dank des hohen Anteils an Elasthan, sodass das Hineinschlüpfen in einen Pullover leicht wird, dennoch liegt das Bündchen an der Haut an. Damit hat das Gewebe eine praktische Funktion und dient nicht einfach nur als optisch schöner Abschluss. Die Hauptaufgabe liegt daher im Halt und in einer idealen Passform bei gleichzeitig größtmöglicher Bewegungsfreiheit. Der Einsatz der Stoffart für Freizeit- und Sportkleidung ist daher ebenso naheliegend wie die Verwendung für Ärmelabschlüsse und Hosenbunde. Unterschieden wird zwischen:

  1. Feinstrickbündchen - Sie sind besonders fein gestrickt und eher dünn, sie werden vor allem für festliche und feine Kleidung eingesetzt.
  2. Rippbündchen - Diese Bündchenart ist fester und weist eine grobe Struktur auf. Gleichzeitig ist sie robuster und eignet sich daher vor allem für Kleidungsstücke, die sich im Alltag bewähren müssen.

Die Verarbeitung zu Ärmelbündchen oder Saumabschlüssen ist einfach und auch für Anfänger möglich, sie brauchen dafür nur ein wenig Übung.

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Welche Eigenschaften hat Bündchen?

Es gibt viele dehnbare Gewebe, Bündchenstoff aber zieht sich besonders leicht wieder in eine ursprüngliche Form zurück und leiert nicht aus. Jersey oder Sweatware sind zwar auch elastisch, können aber schneller aus der Form geraten bzw. ihre Elastizität verlieren. Aufgrund dieser Eigenschaft ist das Gewebe ideal für Bündchen aller Art: Ärmel, Hals- und Beinabschlüsse sowie Säume an Pullovern, Shirts und Kleidern profitieren von der Fähigkeit des Zusammenziehens und geben den nötigen Halt für das Kleidungsstück. Meist wird die Stoffart mit anderen Geweben kombiniert.
Das Gewebe zeichnet eine besondere Pflegeleichtigkeit aus, wobei Rippbündchen etwas schwerer trocknen als Feinstrickbündchen. Kleidungsstücke mit derartigen Bündchen können regulär in der Waschmaschine gewaschen werden, vertragen die übliche 40 °C-Wäsche. Nur in den Trockner dürfen sie nicht, denn durch die heiße Luft verliert das Gewebe seine elastischen Eigenschaften.

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Wie wird Bündchen hergestellt?

Diese Stoffart ist nicht gewebt, sondern es handelt sich um Maschenware, die eine Rippenanordnung besitzt. Daher rührt auch der Name „Strickbündchen“. Aus der Herstellungsweise resultiert ein Gewebe, das sehr dehnbar ist und sich immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückzieht. Für die Herstellung wird Baumwolle verwendet, daraus ergibt sich die besondere Hautfreundlichkeit. Dazu kommt ein mindestens 5-prozentiger Anteil an Elasthan, was für Elastizität sorgt und verhindert, dass das Gewebe ausleiert.
Meist wird Bündchenware als Schlauchware verkauft, das heißt, er ist nicht auf Bahnen gewickelt, sondern als Stoffschlauch gefertigt und damit rundgestrickt. Die Maschinen müssen bei der Herstellung nicht immer wieder zurückgeführt werden, sondern nähen einfach rund – praktisch, bis der Faden aufgebraucht ist.

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Der richtige Zuschnitt

Viel Nähanfänger stehen vor einem Rätsel, wenn sie sich mit Strickbündchen beschäftigen wollen. Wie soll der Zuschnitt erfolgen? Als Grundsatz gilt, dass das Stoffstück locker liegen sollte, außerdem darf es beim Schneiden nicht gedehnt werden. Die Nahtzugabe soll komfortabel sein, generell sollte das Gewebe großzügig zugeschnitten werden. Für die benötigte Menge gibt es verschiedene Möglichkeiten der Berechnung:

  1. Maßberechnung per Formel
    Der Vorteil dieser Variante des Zuschnitts liegt in der leichten und exakten Bestimmbarkeit, außerdem kann die Methode auch auf andere Stoffarten übertragen werden.
    Als Hilfsmittel brauchen Sie hier ein Maßband sowie einen Taschenrechner. Mithilfe des Maßbands wird die Öffnung vermessen, an die das Bündchen genäht werden muss. Das Maß wird mit 0,7 multipliziert und heraus kommt die Länge für den Bund. Die Nahtzugabe von ca. 1 cm nicht vergessen! Säume, die nicht gedehnt werden sollen, werden mit 0,8 multipliziert.
  2. Maßberechnung mit der 2/3-Regel
    Der Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Einfachheit, allerdings wird nicht berücksichtigt, ob es sich um Feinstrick- oder Rippbündchen handelt. Das Kleidungsstück, welches mit einem Bündchensaum versehen werden soll, muss vor Ihnen liegen. Mithilfe eines Lineals oder durch bloßes Falten kann die Öffnung für den Bund nun in drei gleiche Teile geteilt werden. Die einzelnen Teile sollten mithilfe von Nadeln markiert werden. Zwei der drei Teile ergeben das Maß für den Ärmelabschluss oder Saum. Bitte beachten: Das Bündchen muss im Bruch bzw. in doppelter Länge zugeschnitten werden!
  3. Maßberechnung durch Ausmessen und Abziehen
    Der Vorteil der Maßberechnung liegt im genauen Ergebnis, welches dazu noch abwandelbar ist.
    Zuerst wird der Umfang des Nähstücks gemessen, danach werden davon 15 bis 20 Prozent abgezogen (20 % für Kinder, 15 % für Erwachsene bzw. deren Kleidungsstücke). Das Ergebnis entspricht der erforderlichen Bündchenlänge.
  4. Maßberechnung durch Ausmessen minus drei Zentimeter
    Die Maßberechnung geht sehr schnell, darin liegt ihr Vorteil. Bei großen Umfängen klappt die Methode allerdings nicht so gut, dann ist sie zu ungenau. Die Methode ist ganz einfach: Umfang des Nähstücks ausmessen, zwei bis drei Zentimeter abziehen, fertig ist das Maß für die Bündchenlänge.

 

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Bündchenstoff nähen

Das Besondere an dieser Stoffart ist, dass die Teile nur an einer Stelle geschlossen werden. Das heißt, der Saumstoff, der aus der Schlauchware zugeschnitten wird, kann zugeschnitten und danach wieder zu einem Schlauch geschlossen werden. Daraus ergibt sich, dass nur noch eine Naht vorhanden ist. Der Bündchenzuschnitt wird dann an das Kleidungsstück genäht, wobei eine der Nähte des Pullovers oder der Hose die Naht des Saums überdecken sollte. Möglich ist auch, dass die Naht für den Saum hinten sitzt und sich somit von vorn eine glatte Ansicht präsentiert. Das Gesamtergebnis wirkt damit viel gleichmäßiger.
Tipp: Leicht kann es passieren, dass eine der Bündchenhälften beim Nähen herausrutscht – das Befestigen mit Stecknadeln hilft, die Lagen zu sichern. Auch das Erstellen einer Hilfsnaht ist möglich, danach können die beiden Bündchenlagen mit der linken Seite des betreffenden Kleidungsstücks vernäht werden.
Als Stichvariante sollten Sie beim Nähen den Elastikstich oder den Zickzack-Stich verwenden. Sie haben eine Overlock-Nähmaschine? Diese ist für das Nähen von Bündchenware ebenfalls sehr gute geeignet und liefert schöne und saubere Nähergebnisse.

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Was lässt sich aus Bündchenstoff nähen?

Diese Stoffart zeichnet sich durch ihre große Vielseitigkeit aus und hat – bei richtiger Anwendung – das Zeug dazu, zum Hingucker zu werden. Säume können zu einem farblichen Kontrast zum restlichen Kleidungsstück werden, langweilige Shirts lassen sich ohne große Mühen aufpeppen. Wer mutig ist, setzt Farbtupfer in die eintönige Kleidung oder zeigt die Lebensfreude der Kinder mit den selbst gestalteten Pullovern, Röcken und Shirts. Gern wird Bündchenware für Kapuzenpullover verwendet, wenn die Kapuze eine andere Farbe als das restliche Kleidungsstück haben oder aus einem anderen Material gefertigt werden soll. Freizeit- und Jogginghosen können zum Eyecatcher werden, weil der obere Bund andersfarbig oder gar gemustert gestaltet ist, auch ein Rock kann mit Bündchenware bequemer und farblich ansprechender werden. So lassen sich verschiedene alte Kleidungsstücke zu neuen Teilen verarbeiten, was kostengünstig und mit wenig Aufwand verbunden ist.
Bündchenware kann auch ohne andere Stoffteile verarbeitet werden und eignet sich hervorragend zum Nähen von Bein- oder Armstulpen. Hierfür wird der Stoff zu einem schmalen Schlauch genäht und besitzt am Ende nur eine Naht – Rippbündchen eignen sich hierfür besonders gut, denn sie bieten eine gröbere Struktur.
Modern sind Pullover mit Daumenloch. Wer nicht gern in einen neuen Pulli investieren möchte, kann das Daumenloch ganz einfach mithilfe von Bündchenware selbst herstellen. Dies erfordert allerdings ein wenig Übung und vorhandene Grundkenntnisse im Nähen!
Vergleichsweise einfach lässt sich ein Tellerrock herstellen, der ebenfalls aus Bündchenstoff gefertigt wird. Er ist leicht und fließend, wird locker schwingen und eignet sich hervorragend für kleine Mädchen, die sich mit fliegendem Rock drehen wollen.
Aus Bündchenware lassen sich zudem bequeme Kleidungsstücke für Kleinkinder herstellen – gerade Hosen und Shirts sind dabei beliebt. Sie geben in der Bewegung sehr schön nach und lassen damit Krabbel- und Laufanfängern jeden Freiraum, den sie für ihre Bewegung benötigen.

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